Hallo Tobi,
zu Beginn wollen wir nochmal kurz zurückblicken. Deine erste Saison im Trainerstab der Zweiten liegt hinter dir. Wie lief es aus deiner Sicht und was bleibt dir besonders in Erinnerung?

 

„Da ich als aktiver Spieler unserer Ersten auch das ein oder andere Mal bei der Zweiten mit an Bord war, kannte ich die meisten Gesichter ja bereits und sie kannten mich. Da war die Eingewöhnungsphase natürlich sehr kurz. Als CO-Trainer, Stand für mich natürlich die Unterstützung von Tobi M. im Vordergrund. Durch meine aktive Zeit unter verschiedenen Trainern konnte ich nochmal neuen Schwung in verschiedene Trainingseinheiten bringen. In Erinnerung bleiben mir auf jeden Fall die Schwierigkeiten, die einige mit den neuen Übungen hatten, diese aber nach der 2. oder 3. Wiederholung immer kleiner wurden. Die Buben waren alle Lernwillig und haben gut mitgezogen.

Als persönliches Ziel für die Mannschaft, sah ich Positionierung in der „Fair-Play-Wertung“. Oft genug hatte sich die Mannschaft in den vergangenen Jahren durch meckern mit dem Schiri, aber auch untereinander, in Schwierigkeiten gebracht. Unnötige Freistöße in Strafraumnähe haben zusätzlich den einen oder anderen Punkt gekostet. Dies hat meiner Meinung nach super funktioniert, da muss ich den kompletten Kader loben.“

 

 

Eine turbulente Sommerpause liegt hinter uns. Wie hast du die Entwicklungen innerhalb der SG aus Vereinssicht erlebt?

 

„Sommerpause? Die hatten wir dieses Jahr nicht wirklich!
Nachdem bekannt wurde, dass der SSV Buchholz aus der SG Austritt, hat natürlich die Arbeit für uns begonnen. Als Abteilungsleiter Seniorenfußball des SVE Oppenhausen konnte ich natürlich sehr gut die Kommunikation zwischen den Vorständen mit begleiten. Hier will ich jetzt aber nicht ins Detail gehen.
Ein riesengroßes Lob (auch im Namen der Vereine) muss ich hier an Tobi M. aussprechen. Er hat gefühlt mehrere Wochen damit verbracht, mit den Spielern, die beim SSV Buchholz gemeldet waren, über deren Zukunftsaussichten im Seniorenfußball zu schreiben und zu telefonieren. Auch unser Neutrainer Andi Conrad wurde hier bereits eingebunden.
Nachdem wir alle Spieler (auch die der Ersten) von unserem Weg überzeugen konnten, zur neu gebildeten SG Nörtershausen / Udenhausen / Oppenhausen zu wechseln, können wir aus Vereinssicht ein positives Fazit ziehen. Die Zusammenarbeit zwischen den Vorständen, hier sind u.a. Sven Schneider und Stefan Kneip zu nennen, verläuft sehr gut.
Der SVE lud zu Beginn der Vorbereitung zum Medienabend ein. Neben neuen Mannschaftsbildern und einer gemeinsamen Trainingseinheit der beiden Mannschaften, gab es bei Wurst und Bier das ein oder andere interessante Gespräch zwischen „Aktiven und Fans“ zu belauschen. Das hat es so noch nicht gegeben!“

 

 

Tobi und du habt „Zuwachs“ im Trainerteam bekommen. Wie seid ihr auf Andi gekommen?

 

„Aus verschiedenen Gründen kam Tobi auf die Idee das Trainerteam nochmals zu erweitern. An einem Abend haben wir uns dann getroffen und sind verschiedene Namen durchgegangen. Hier konnte sich Sven Schneider an ein Gespräch zwischen Spielern der Ersten auf der Weihnachtsfeier erinnern, bei dem es um Andi gegangen ist. Die Vorstände waren zur Winterpause noch auf der Suche nach einem Nachfolger für den im Sommer zurückgetretenen Toni Kuhn. Im Nachgang zu diesem Abend, haben Tobi und ich bei einem Heimspiel dann mit Andi den ersten Kontakt geknüpft. Ich kannte ihn schon sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit als Spieler. Tobi war er bereits auf der gemeinsamen Fahrt ins letztjährige Trainingslager als toller Gesprächspartner rund um den Fußball aufgefallen.“

 

 

Man könnte auf den Gedanken kommen, dass drei Trainer möglicherweise zu viel sind. Wie habt ihr euch organisiert und wie teilt ihr die Aufgaben auf?

 

Sicherlich werdet ihr diese Konstellation ja positiv einschätzen.

„Tobi ist eine Art „Teammanager“. Er kümmert sich um den Spiel- und Trainingsbetrieb, stimmt mit Andi die Einheiten ab, wird den Kader zusammenstellen und ist Hauptansprechpartner für unsere Spieler und Verantwortlichen.

Andi ist Sportlehrer und hat zudem bereits in seiner Heimat Mannschaften trainiert. Er übernimmt die gezielte Trainingsplanung und kann mit Tobi die Ansprachen vor dem Spiel halten. Wenn Tobi selbst aktiv auf dem Platz steht, soll er sich auch auf sein Spiel konzentrieren können.

Ich persönlich bin nicht der Typ, der „große Reden schwingt“, der die Spieler vor dem Spiel richtig pushen kann. Ich halte mich lieber im Hintergrund, mache die Arbeit am Spieltag und auch unter der Woche, welche man auf den Ersten Blick nicht unbedingt wahrnimmt. Dadurch können die Zwei sich auf Ihre Aufgaben konzentrieren. Natürlich mische ich mich aber auch beim Training mit und gebe unseren Spielern Tipps, was Sie besser machen können.“
Über taktische Themen und Aufstellungsvarianten stimmen wir uns tatsächlich zu dritt im Team ab und entwickeln so gemeinsam Ideen. In diesem Bereich harmonieren wir bereits jetzt sehr gut.

 

 

In jedem Trainergespräch werfen wir einen Blick auf die nächsten Wochen. Das wollen wir natürlich auch mit dir tun. Im Pokal müsste ihr nach Weiler, danach geht’s am ersten Spieltag nach Bad Salzig und im ersten Heimspiel kommt es zum Derby gegen die SG Ehrbachtal II. Wie schätzt du den Auftakt und deine ersten pflichtspiele ein?

 

„Ich freue mich tierisch auf die neue Saison. Wir haben leider nur ein Testspiel machen können, sodass wir nicht zu 100% wissen wo wir stehen, aber ich bin sehr optimistisch. Das Pokalspiel hat für mich noch Testspiel-Charakter. Dennoch wollen wir das Spiel auf jeden Fall gewinnen.

Der ganze August steht im Zeichen der Derbys. Weiler im Pokal, Salzig, Ney und nochmal Weiler in der Liga. Da kann sich einen Namen im Umkreis der Stadt Boppard machen.
Ich denke, es wird ein schwerer Start in die Saison. Salzig hat noch einen Hartplatz, was für uns ein kleiner Nachteil ist. Gegen Ney haben wir uns die letzten Jahre immer schwer getan. Gegen Weiler wird es dann das 3. Aufeinandertreffen innerhalb von 6 Wochen sein, da sie unser Testspielgegner waren.
Ich denke, dass wir spielerisch im Vergleich zum letzten Jahr nochmal zulegen können. Wenn wir das kämpferische Niveau halten, bin ich optimistisch, einen erfolgreichen Saisonstart zu haben.“