Hallo Tobi,

 

fünf Wochen der Vorbereitung auf die neue Saison liegen hinter euch. Bevor wir auf diese Zeit schauen und einen Blick in die Zukunft werfen, lass uns noch einmal kurz auf die erfreuliche Vorsaison zurückblicken. Wie fällt dein Résumé mit ein paar Monaten Abstand aus?

 

„Die letzte Saison war rückblickend betrachtet absolut genial, hat viel Spaß gemacht und war sehr erfolgreich. Es war das beste Jahr der Zweiten und darauf können wir alle im Team echt stolz sein. Wie in jeder Saison gab es natürlich auch in der vergangenen Spielzeit Höhen und Tiefen. An die tollen Momente, wie die hohen Heimsiege gegen Hambuch und Beulich oder die tollen Leistungen in den Heimspielen gegen die späteren Aufsteiger aus Mastershausen und Bruttig-Fankel, können wir uns gerne zurückerinnern und daraus Selbstbewusstsein schöpfen. Aber auch die schwächeren Phasen haben uns in der Sommerpause nochmal beschäftigt. Dort liegt noch Potenzial für Verbesserungen und wenn ich vor allem eins sagen kann, dann dass diese tolle letzte Saison noch nicht das Ende unseres Weges sein soll. Wir haben eine kontinuierliche Entwicklung in den letzten Jahren hinter uns. Diesen Kurs wollen wir beibehalten.“

 

 

In der Sommerpause hat Buchholz die SG verlassen. Wie siehst du diese Situation und welchen Einfluss hat das aus deiner Sicht auf die Zweite?

 

„Es war sicherlich keine gewöhnliche Sommerpause. Zum Glück hatte ich vor dem Buchholzer Austritt einen schönen, sehr erholsamen Urlaub mit meiner Frau, der ich an dieser Stelle einfach mal Danke sagen möchte für die jahrelange Unterstützung und ihr Verständnis. Ohne einen derartigen Rückhalt wäre das zeitaufwendige Hobby nicht machbar. Die im Urlaub getankte Kraft konnte ich dann voll einsetzen, um unser Team zusammenzuhalten. Zu den Hintergründen können sicher die Verantwortlichen der Vereine mehr sagen. Einen Einfluss auf unsere sportliche Situation hatte der Austritt zum Glück nicht, weil uns alle Jungs erhalten bleiben."

 

 

Zur neuen Saison gibt es, wie von dir angeregt, Veränderungen im Trainerstab. Wie kam es dazu und was erhoffst du dir von der neuen Konstellation?

 

„Richtig! Andi Conrad komplettiert mit Tobi Vogt und mir jetzt das Trainerteam. Ich habe mich, wie jede Saison, um die Jahreswende herum mit meiner persönlichen Zukunft auseinandergesetzt und für mich geklärt, ob ich weitermachen will. Ich mache den Job jetzt seit vier Jahren und man sollte sich einfach regelmäßig fragen, ob es einfach so weitergehen kann oder ob es Veränderungen braucht. Nach der letzten Saison war ich überzeugt, dass Tobi und ich aus zeitlichen Gründen eine weitere Unterstützung benötigen. Ein weiterer Punkt war für mich allerdings noch wichtiger. Ich wollte, dass wir nochmal einen neuen Impuls bekommen. Neue Ansichten, eine weitere Art der Ansprache und frischen Wind in Mannschaft und Trainerteam.“

 

 

Wie läuft die Zusammenarbeit aus deiner Perspektive bisher?

 

„Es läuft sehr gut und es zeigen sich genau die Dinge, die ich mir erhofft habe. Andi bringt viele neue Ansätze in die Trainingsarbeit mit ein, wir tauschen uns sehr gut aus, wir ziehen uns gegenseitig im Trainerteam und entwickeln uns dadurch in allen Bereichen weiter. Ich spüre auch für mich persönlich den erhofften frischen Antrieb und die neue Motivation.“

 

 

Welche Ziele habt ihr euch mit der Zweiten für die neue Saison gesteckt?

 

„Es klingt vielleicht platt und man hat die Aussage schon millionenfach gehört, aber wir wollen uns tatsächlich, wie jedes Jahr, in allen Bereichen weiterentwickeln (lacht). Das ist erstmal das umfassende Ziel. Wir wollen wieder eine faire Mannschaft sein, die zusammenhält und die einen guten, ansehnlichen Fußball spielt. Und natürlich wollen wir am Ende auch erfolgreich sein.“

 

 

Auch unsere Erste hat zur neuen Saison mit Uli Feldheiser einen neuen Trainer. Wie schätzt du diese neue Konstellation ein?

 

„Sehr positiv! Ich habe gleich im ersten Gespräch mit ihm gemerkt, dass wir uns gut verstehen werden. Uli hat viel Erfahrung und ist ein super Trainer. Da werde ich sicher auch für mich persönlich noch einiges aus der Zusammenarbeit mitnehmen können. Wir wollen den Weg der Verbindung zwischen erster und zweiter Mannschaft gemeinsam weiter vorantreiben. Ich glaube, dass es wichtiger als je zuvor ist, dass die Vernetzung der beiden Teams und der Trainer untereinander perfekt funktioniert. Man muss sich gegenseitig unterstützen, wenn man heutzutage mit zwei Mannschaften erfolgreich sein will.“

 

 

Zum Schluss noch ein Blick auf die nächsten Wochen. Im Pokal müsste ihr nach Weiler, danach geht’s am ersten Spieltag nach Bad Salzig und im ersten Heimspiel kommt es zum Derby gegen die SG Ehrbachtal II. Wie schätzt du das Auftaktprogramm ein?

 

„Im Pokal ist die Zielsetzung ja grundsätzlich recht einfach. Wir wollen natürlich gewinnen, weiterkommen und solange wie möglich im Wettbewerb bleiben. Klar ist allerdings auch, dass ein Auswärtsspiel in Weiler kein einfaches Los ist. Wir werden alles reinhauen müssen. Der Ligaauftakt ist mit dem Auswärtsspiel auf dem Hartplatz in Bad Salzig auch sicher nicht einfach und die Derbys gegen Ney waren in der Vergangenheit ohnehin alle sehr eng und umkämpft. Keine der Aufgaben ist leicht, aber das ist ja auch das Spannende daran. Wir wollen von Anfang an punkten.“