Hallo Andi,
seit Saisonbeginn verstärkst du das Trainerteam unserer zweiten Mannschaft. Was reizt dich an der neuen Aufgabe und wie haben dich die beiden Tobis überzeugt?

 

„Das Fußballspiel als Ganzes faszinierte mich schon seitdem ich denken kann. Für mich stand daher immer außer Frage, dass ich nach (oder sogar schon während) meiner aktiven Fußballkarriere im Trainerbereich arbeiten möchte. Im August 2013 bin ich dann aus beruflichen Gründen in den schönen Hunsrück gezogen, musste aber leider auch meine Trainertätigkeit in meiner Heimat aufgeben. Der Verein hat mich damals als Spieler sehr gut aufgenommen und wir konnten gemeinsam den Aufstieg in die A-Klasse feiern. Als der Verein nun mit mir die Gespräche bzgl. einer möglichen Trainertätigkeit aufgenommen hatte, war für mich recht schnell klar, dass ich diesem gut organisierten Verein etwas zurückgeben möchte.“

 

 

Wie wurdest du von der Mannschaft aufgenommen?

 

„Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Als kommunikativer Trainer ist für mich dabei besonders wichtig, dass ich jeden Spieler gleich wertschätze, egal ob dieser Spieler ein potentieller Stammspieler oder ein möglicher Aushilfsspieler ist. Weiterhin versuche ich durch meine Trainingsarbeit und meinen Spielstil eine möglichst hohe Trainingsbeteiligung zu generieren, der den Zusammenhalt weiter wachsen lässt.“

Aus deiner Vergangenheit bringst du ja bereits Trainererfahrung mit und auch dein Job als Sportlehrer kommt dir sicherlich zugute.

„Ja, das stimmt. In der Vergangenheit habe ich bereits als A-Jugendtrainer und Spielertrainer im Seniorenbereich gearbeitet. Auch das Sportstudium mit seinen verschiedenen Facetten (wie z.B. Trainingslehre, Bewegungslehre, Sportmedizin, Sportpädagogik, Sportpsychologie, Schwerpunktfach Fussball, usw.) ist für die Ausübung des Trainerjobs sehr förderlich. In meiner Ausbildung habe ich mit vielen interessanten Persönlichkeiten zusammengearbeitet, darunter auch ehemalige Champions-League-Spieler und Scouts von Bundesligisten. Da lernt man schon einiges, was man an seine eigenen Spieler weitergeben kann.“

 

 

Wie schätzt du deine neue Truppe nach fünf Wochen der Zusammenarbeit ein und welche Ziele hast du dir persönlich, aber auch mit der Mannschaft, für dein erstes Jahr gesetzt?

 

„Wir haben sicherlich viele gute Fußballer in unseren Reihen, die jedoch in ihrer technischen und taktischen Ausbildung sehr unterschiedlich sind. Jetzt gilt es sie zu fördern (und fordern) und aus ihnen eine Mannschaft zu formen, die physisch, psychisch und sozial in der Lage ist jedes Spiel aus eigener Kraft zu gewinnen. Aristoteles sagt damals schon: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Nach diesem Motto versuchen wir im Trainerteam auch sowohl die Spieler individuell, als auch die Mannschaft als Ganzes in ihren Abläufen und Automatismen zu verbessern, um letztendlich die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen erfolgreich zu sein.
Mein Ziel ist recht eindeutig, wenn auch ambitioniert. Ich möchte jedes Spiel gewinnen. Wahrscheinlich wird uns dies nicht immer gelingen, denn zu einem Fußballspiel gehört natürlich auch immer noch eine gegnerische Mannschaft. Aber Erfolg ist und bleibt die beste Motivation für mich. Ohne diesen absoluten Willen ein Spiel gewinnen zu möchten, hätte ich diesen Trainerjob sicherlich nicht angenommen.“

 

 

Werden wir dich nach deiner langen Verletzung auch nochmal aktiv auf dem Rasen sehn?

 

„Im Normallfall nicht. Ein Trainer kann von außen viele verschiedene Dinge besser wahrnehmen und steuern. Daher bin ich an der Aussenlinie wichtiger als auf dem Feld.“

 

 

In allen Gesprächen haben wir einen Blick auf die nächsten Wochen geworfen. Das wollen wir natürlich auch mit dir tun. Im Pokal müsste ihr nach Weiler, danach geht’s am ersten Spieltag nach Bad Salzig und im ersten Heimspiel kommt es zum Derby gegen die SG Ehrbachtal II. Wie schätzt du den Auftakt und deine ersten pflichtspiele ein?

 

„Der Start in die Saison ist mit den genannten Mannschaften sicherlich nicht leicht, jedoch eminent wichtig für den weiteren Verlauf unserer Saison. Wir werden auf keinen Fall die Gegner unterschätzen, versuchen aber trotzdem in den unterschiedlichen Phasen des Spiels die besseren Antworten zu finden. Wir schauen dabei von Spieltag zu Spieltag und möchten möglichst alle Spiele für uns entscheiden.“